Youth activists holding up banners and placards during an anti-war rally. Group of multicultural young people marching for world peace. Teenage demonstrators protesting against war and violence.
Weiterbildung zu Krieg, Frieden & Militarisierung
Angriffskriege, Diskussionen über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht, steigende Militärausgabe & Waffenlieferungen – die öffentlichen Diskurse rund um Krieg und Militarisierung verändern sich spürbar in Deutschland. Gesellschaftliche Normen verschieben sich, sicherheitspolitische Narrative werden dominanter.
Doch wie kann eine progressive Haltung zu Krieg und Frieden heute aussehen? Wie können sich soziale Bewegungen positionieren – und wie können sie sich verbünden, um gemeinsam handlungsfähig zu bleiben?
In fünf interaktiven Sitzungen nähern wir uns diesen Fragen an. Wir untersuchen gemeinsam, was Frieden (und Krieg) für uns bedeutet – und wie unsere Vorstellungen davon durch gesellschaftliche Machtverhältnisse geprägt sind. Wir überlegen, was Sicherheit für uns als Individuen und als Gesellschaft bedeutet und welche Maßnahmen nötig sind, um uns sicher zu fühlen. Wir diskutieren, wie aktuelle Konflikte und sicherheitspolitische Entwicklungen friedenspolitisches Engagement herausfordern – und wo neue Antworten nötig sind.
Der Kurs verbindet theoretische Impulse mit interaktiven Formaten und kollektiver Reflexion. Ziel ist es, die eigene Haltung zu schärfen und gemeinsam Positionen zu entwickeln im komplexen Thema Krieg, Militarisierung und Frieden.
Programm
Hinweis: Die Weiterbildung besteht aus fünf aufeinander Aufbauenden Online Seminare dich wöchentlich stattfinden werden.
30.09.2025, 18-21 Uhr
Was ist Frieden? – Friedensverständnisse zwischen der Abwesenheit von Krieg und radikaler gesellschaftlicher Neuordnung
07.10.2025, 18-21 Uhr
Macht uns Aufrüstung sicher? – kritische Perspektiven auf Sicherheit als Friedensgarant
14.10.2025, 18-21 Uhr
Was hat Militarisierung mit uns zu tun? – Militarisierung im Alltag und Bedeutung von Antimilitarismus
21.10.2025, 18-21 Uhr
Wie ist die Lage in Deutschland? – Militarisierung in Deutschland angesichts der “Zeitenwende”
28.10.2025, 18-21 Uhr
Was bedeutet Friedensaktivismus heute? – Aktuelle Akteur*innen, Strategien und Vernetzung in der Bewegung
Organisatorische Hinweise:
Die Weiterbildung wird ausschließlich Online über Zoom und in deutscher Sprache stattfinden.
Begrenzte Platzzahl: Die Platzzahl ist begrenzt, um allen Teilnehmenden einen guten Austauschrahmen ermöglichen zu können. Bei mehr Anmeldungen als Plätzen wählen wir aus nach möglichst breiten Bewegungskontexten. Wir informieren dich spätestens am 04.09.2025, ob du einen Platz bekommen hast.
Für alle, die nicht teilnehmen können, werden wir im Anschluss an die Weiterbildung Materialien auf unserer Website veröffentlichen.
Anmeldung bis zum 30.08. im Anmeldetool: Damit ein kontinuierlicher Lernprozess für alle Teilnehmenden gemeinsam ermöglicht werden kann, bitten wir darum euch nur anzumelden, wenn ihr bei mindestens 4 von 5 der Termin teilnehmen könnt.
*Hinweis: Diese Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, falls notwenig werden wir versuchen eine Flüsterübersetzung zu ermöglichen. / This event will be held in German, but in the need comes up we will try to organize wisper translation.
Dieser Leitfaden ist im Rahmen des Projektes „Soziale Wärmewende Jetzt!“ entstanden. Wenn ihr Euch ein für die energetische Gebäudesanierung, den Gasausstieg, klimagerechtes Wohnen und gegen die steigenden Heiz- und Betriebskosten einsetzt, kann euch dieser Leitfaden in eurer Öffentlichkeitsarbeit helfen.
Die letzten Jahre wurde klar, wie einflussreich Social Media für die öffentliche Meinungsbildung und den Ausgang von Wahlen sind. Plattformen wie TikTok, Instagram und Co. sind zentrale Kommunikationskanäle geworden, um die soziale Bewegungen, NGOs und Gewerkschaften nicht mehr drumrum kommen. In unserer Online-Trainingsreihe lernen wir sowohl Grundskills zum Einstieg in die Social Media Welt als auch Strategien, um unsere bestehenden Social Media Accounts auf ein neues Level zu heben: Wie erstelle ich Videos zum viral gehen auf TikTok? Was ist ein gutes Framing? Wie kann ich politische Botschaften in Memes verpacken? Was macht ein machtkritisches Social Media Team aus? Wie reagiere ich bei Shitstorms? Gemeinsam erarbeiten wir, wie Contentpläne zeitsparend gestaltet werden und gleichzeitig Spaß machen können. Zum Schluss tauschen wir uns darüber aus, was es von progressiver Seite an Strukturen gibt und braucht, damit wir schnell und strategisch auf sozialen Medien agieren und politische Debatten mitprägen können.
16.04. 17:30 – 19:30 Uhr: Beyond the Base! Workshop zu Zielgruppen und verbindenden Narrativen auf Social Media
Mit welchen Botschaften spreche ich mit meiner Zielgruppe, wer ist eigentlich meine Zielgruppe und welche Formate eignen sich für diese Zielgruppe? Um für die eigene Social Media Arbeit Orientierung und Strategie zu finden, wird es in diesem Workshop einerseits um die Analyse der eigenen Zielgruppe gehen und andererseits um die Nutzung des Race-Class-Narrativ als antirassistisches Werkzeug für Öffentlichkeitsarbeit. Dabei werden Erfahrungen aus erfolgreichen Kampagnen geteilt und es wird Zeit geben, um über den eigenen Content mit anderen Aktivist*innen ins Gespräch zu kommen.
TikTok ist mehr als nur Tanz und Trends – die Plattform funktioniert nach eigenen Regeln und spielt gerade im politischen und gesellschaftlichen Diskurs eine immer größere Rolle. In diesem Workshop schauen wir, was TikTok von anderen Plattformen unterscheidet, wie politische Inhalte dort inszeniert werden und welche Formate besonders gut funktionieren. Wir analysieren erfolgreiche Videos, sprechen über visuelle Strategien, technisches Know-how und den TikTok-Algorithmus – und wie man Reichweite aufbaut, ohne sich zu verbiegen.
Die Dozentin Patricia arbeitet in der politischen Kommunikation und hat sowohl Erfahrungen in der Bewegungspolitik als auch im Parlamentsbetrieb. Ihre Affinität für politische Tiktoks und Reels konnte sie insbesondere als Teil des Social Media Teams von Deutsche Wohnen & Co enteignen weiterentwickeln und strategisch einsetzen, um die Reichweite und Wirkung der Kampagne zu maximieren.
30.04. 17:30 – 19:30 Uhr: Politische Share Pics & Memes für Instagram
Wie bringe ich politische Botschaften auf Insta – klar, kreativ und wirksam? In diesem Workshop lernst du, wie du mit Canva visuelle Inhalte erstellst, deine Zielgruppen ansprichst und Memes strategisch einsetzt. Zum Schluss werfen wir auch einen Blick auf Umgangsstrategien mit rechter Hetze in Kommentarspalten.
Dîlan Şirin Çelik (she/her) studiert Medienwissenschaft und ist sowohl als studentische Hilfskraft als auch als freiberufliche Journalistin tätig. In ihrer wissenschaftlichen und journalistischen Arbeit setzt sie sich intensiv mit Migration, Archiven, Erinnerungskultur und kurdischer Kultur auseinander. Dîlan engagiert sich in ihrer Freizeit politisch, unter anderem ehrenamtlich im studentischen Initiativprojekt „BIPoC denken“.
07.05. 17:30 – 19:30 Uhr: Machtkritik und diskriminierungssensible Öffentlichkeitsarbeit
mit dem Wort.Wechsel Kollektiv
Verändern wir mit Öffentlichkeitsarbeit die Welt, oder verändert diese Arbeit uns? Die meisten deutschen Zeitungen und Sender gehören wenigen Medienkonzernen. Musk, Zuckerberg & Co kontrollieren die großen Social Media-Plattformen. Wie schaffen wir es da, viele Menschen zu erreichen und zu inspirieren, aber auch (system)kritisch zu sein? Wie geht der Spagat, die Medien nicht den Rechten zu überlassen und zugleich an eigenen Formaten und Plattformen zu arbeiten? Wir wollen mit euch diskutieren, was diese Fragen für unsere jeweilige Arbeit bedeuten.
Das wort.wechsel-Kollektiv will Menschen befähigen, ihre Kämpfe für eine gerechtere Gesellschaft in eine breite Öffentlichkeit zu tragen. Ihr Anspruch an Öffentlichkeitsarbeit ist, dass sie unterschiedliche Menschen begeistern kann und zugleich kritisch und sensibel für Diskriminierung ist.
21.05. 17:30 – 19:30 Uhr: Sichtbar. Laut. Sicher: Strategien gegen Hate Speech für Aktivist*innen
Hass im Netz trifft nicht alle gleich: Aktivist*innen, junge FLINTA, Personen mit sichtbarer Migrationsgeschichte, queere Personen werden besonders häufig angegriffen. Aber: Du musst dir nicht alles gefallen lassen. In diesem Workshop bekommst du Zahlen, Fakten und konkrete Strategien im Umgang mit Hate Speech – und wir zeigen dir, wann blockieren, melden, löschen oder kreative Counter Speech die beste Antwort ist.
Eda Öztürk ist Journalistin und Trainerin. In ihrer journalistischen Laufbahn war sie unter anderem bei ZEIT Online, Funk und zuletzt für ARD tätig. Heute arbeitet sie in einer NGO und berät führende Medienhäuser zu diskriminierungssensibler Sprache. Als freiberufliche Trainerin unterstützt sie zudem Aktivist*innen und NGOs im Bereich Social Media, KI und im Umgang mit Hass im Netz und Desinformation.
Immer mehr rechter Content flutet die sozialen Netzwerke und drängt progressiven Content von den Timelines und FY-Pages, während linke Seiten gelöscht oder in ihrer Reichweite beschränkt werden. Ist das Willkür oder was steckt wirklich dahinter? Was macht rechten Content so erfolgreich und was sind mögliche Strategien, um sichtbarer zu werden, Reichweiten auszubauen und die breite Gesellschaft zu erreichen? Darüber sprechen wir in diesem offenen Online-Dialog mit Frauke Seeba und Marc Raschke:
Frauke Seeba ist Mitinitiatorin der Hooligans Gegen Satzbau/AktivIstMuss, Autorin des Mitmachbuchs „AktivIstMuss“ und Gründerin von Re:NET, einem Netzwerk aus über 250 progressiven Creator:innen, Organisationen und Initiativen aus Kunst, Kultur, Politik und Aktivismus zur kreativen und unterstützenden Vernetzung und gegenseitigem Support mit dem Ziel, Sichtbarkeit und Relevanz pro-demokratischer Inhalte zu steigernd. https://www.youtube.com/@ReNETtube www.aktivistmuss.de
Marc Raschke ist Journalist, Autor des Spiegel-Bestsellers „Du hast die Wahl” und Gründer des Bündnis demokratischer Content Creator:innen (BdCC) zur Organisation koordinierter Aktionen, um mit effektiven Kommunikationsstrategien online gegen Hetze und Desinformation vorzugehen. https://www.bdcc.online/
Organizing-Lab: Strategien für eine breitere Klimabewegung
Die Klimagerechtigkeitsbewegung steht vor neuen Herausforderungen – und Chancen. Die klimapolitische Bilanz der letzten Bundesregierung ist enttäuschend, aber statt einer Verbesserung könnte es sogar noch schlimmer kommen. Denn die Programme von Trump bis Merz beinhalten nichts weniger als einen fossilen Rollback. Um dem etwas entgegen zu setzen, brauchen wir eine stärkere Bewegung als je zuvor. Eine wesentliche Frage dabei ist: Wie können wir breitere gesellschaftliche Gruppen – von Mieter:innen über Arbeiter:innen bis zu Rentner:innen – in den Kampf für Klimagerechtigkeit einbinden?
Beim Organizing-Lab im März wollen wir gemeinsam lernen, diskutieren und neue Wege entwickeln. Euch erwarten:
Austausch und Vernetzung: Lernt andere Gruppen und Akteur*innen der Bewegung kennen und tauscht euch über gemeinsame Herausforderungen und Strategien aus.
Inspiration und Inputs: Erhaltet Einblicke in die Arbeit erfahrener Organisationen wie Soziale Wärmewende Jetzt.
Partizipative Geldvergabe: Gestaltet aktiv die demokratische und partizipative Verteilung von 22.000 Euro mit. Ihr habt ein Projekt, für das ihr finanzielle Unterstützung braucht? Ihr könnt eure eigene Initiative vorstellen und dann darüber mitentscheiden, wie das Geld verteilt wird.
Open Space: Bringt eure eigenen Themen ein und gestaltet den Raum mit, um gemeinsam zu lernen und zu kollaborieren.
Programm-Entwurf:
Freitag, 14. März
Nachmittag: Kennenlernen, Inputs zu Organizing-Ansätzen und Workshop zur Anwendung in der eigenen Arbeit.
Abend: Vertiefung und Austausch in kleineren Gruppen.
Samstag, 15. März
Vormittag: Open Space – Raum für eure Themen, Vernetzung und Kollaboration.
Nachmittag: Partizipative Geldvergabe an ausgewählte Projekte.
Bitte beachtet, dass das Ausfüllen des Formulars aufgrund von Kapazitätsbeschränkungen keine verbindliche Anmeldung darstellt. Wir werden die Bewerbungen anhand der Kriterien zur Art eurer Arbeit, den Tätigkeiten eurer Gruppen sowie euren Plänen und Zielen auswählen. Zudem können aus Kapazitätsgründen maximal zwei Personen pro Gruppe am Organizing Lab teilnehmen.
Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2025. Alle Bewerber*innen erhalten nach diesem Datum eine Rückmeldung. Wir können die Reise- sowie Übernachtungskosten in Berlin für die ausgewählten Teilnehmenden übernehmen.
Bei Fragen meldet euch gerne bei uns an: majo@movement-hub.org
Wir freuen uns auf eure Teilnahme und darauf, gemeinsam die Klimagerechtigkeitsbewegung wieder voranzubringen!
*Hinweis: Diese Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, eine Simultanübersetzung ist jedoch möglich. / This event will be held in German, but simultaneous translation is possible.
BEWERBUNG / APPLICATION
Ort: Aquarium, Berlin (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin)
Wir haben begonnen ein Ressourcenpaket zu schnüren mit Anleitungen, Leitfäden, Argumentationshilfen und Fördertöpfen, die für den Kampf gegen Rechts nützlich sein können. Auch findet ihr in dem Dokument Initiativen und Projekte, mit denen ihr euch gegebenenfalls vernetzen wollt. Kommentiert gern im Dokument, wenn ihr Ergänzungen habt. Wir fügen diese dann zeitnah hinzu.
Wann geht mein Video viral, welche Funktion haben Social Media Plattformen und was braucht es für ein gutes Video? Dieser Leitfaden hilft dir Social Media Videocontent zu erstellen. Du findest hier drin Erklärungen, Hilfestellungen, Tricks und Tipps damit um du mit deinen politischen Botschaften überzeugen kannst.
Das Phase5 Kollektiv hat einen Reader mit Methoden veröffentlicht, um Gruppen, Initiativen und Bündnisse bei der gemeinsamen Entwicklung von Strategien zu unterstützen. Dahinter steht ein feministischer Anspruch: Es sollen möglichst viele bei der Fassung längerfristiger Pläne beteiligt sein, damit all die verschiedenen Perspektiven sichtbar, streitbar und entscheidbar werden.
Strategie ist ein oft benutztes Wort. Doch wann handelt sich etwas um eine Strategie und wann eine Taktik? Und besteht ein Zusammenhang? Und warum ist es wichtig, wenn wir uns damit außeinandersetzen?
Es geht darum ein Verständnis von der Umwelt in der ihr agiert zu erarbeiten. Von dort ausgehend könnt ihr gezielte Interventionspunkte identifizieren, die dabei helfen (auch kurzfristigere) gesellschaftliche Veränderung zu bewirken.
Warum es wichtig ist sich individuell aber auch als Gruppe in politischer Arbeit Ziele zu setzen, damit setzt ihr Euch mit diesem Tool außeinander. Darüber hinaus geht es um die verschiedenen Formen, Arten und Planungsmöglichkeiten von bzw. zu Zielen.
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